Skip to main content

08.03.2015 Trailerreparatur

...ich dachte mir, es sei besser den Trailer komplett zu überprüfen und vielleicht mal die alten Reifen gegen neue auszutauschen, deren DOT Nummer ein jüngeres Datum aufweisen. Vielleicht sind die Reifen ja vor der Erfindung der DOT montiert worden, obwohl profilmäßig sahen sie noch nicht mal so schlecht aus.

Der Trailer musste aus zwei Gründen unterm Boot hervorgezogen werden.
Erstens, ich musste ja eine Zulassung als Halter erlangen, und die wollte ich keinesfalls mit dem Boot drauf holen und zweitens dachte ich ja an kleinere Reparaturen. Also der Plan war einfach: Boot hoch und raus mit dem Trailer.

Wenn mir doch Jemand gesagt hätte, daß es höchst ungünstig ist, die Bremsen im Winter anzuziehen, denn man lernt ja schon in der Schule, das Wasser und Eisen im ungünstigen Falle zusammen Rost bilden können. Und ja dieser Rost kann unter Umständen ziemlich fest werden. Na ja auf jeden Fall war das Boot mittels 10t Wagenheber hoch genug um den Trailer nun vor zu ziehen. Also nach gefühlten 100 Versuchen ihn von Hand zu ziehen, kam mir die entscheidende Idee das Zugfahrzeug davor zu spannen. Ich musste nur aufpassen, denn es durften ja nur wenige Zentimeter sein, bevor der nächste Querbalken des Trailers den angesetzten Wagenheber unter dem Schiffsrumpf erreichen würde.
Irgendwie funktionierte es, wenngleich keines der vier Räder meinte sich drehen zu müssen. Es war wie ein fahrender Radiergummi. nach mehrfachem Umsetzen des Wagenhebers war nun der Trailer fast raus. Mittlerweile stauten sich die Autos auf der Straße denn weder von rechts noch von links war an ein durchkommen zu denken. (Ach hätte die Stadt doch nur die Bäume gegenüber an eine andere Position gestellt) Also dann war es soweit, das letzte Stückchen und dann nur noch den Trailer um die Kurve. Schnell das Auto abgekuppelt und dann die wartenden netten Nachbarn durchgelassen. puuuh, geschafft.

Aber wie kann ich nun aus dem Sportgerät-Radiergummi nun wieder einen fahrbaren Trailer machen? 

Es kamen eher zufällig einige neugirige, aber sehr nette Nachbarn, die warhscheinlich aufgrund ihrer Herkunft viel einfacher mit so etwas umgehen als wir peniblen Deutschen. Was das Zugfahrzeug auf die kurze Strecke nicht schaffte war durch Menschenkraft mit einem gemeinsamen "Ruck" (manche nenen es "rohe Gewalt") schwupps erledigt. Es ruckelte einmal kräftig und die vier Räder drehten sich wieder. (Toll, diese Technik.)

Also nun Trailer rüber auf die andere Seite des Hauses und reparieren...neue Kompletträder günstig im Auktionshaus erworben, ein wenig Zinkspray auf die Kotflügel, neue Begrenzungsleuchten und ein Richtscheid als neuen Leuchtenträger missbraucht, fertig..

Fazit: Reparieren macht spass, Trailer unter einem Boot hervorziehen nicht!

To top