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Z-Antrieb und Trimmanlage

Nicht nur der Lenkhelm, oder die Trimmzylinder, nein... alles, also auch die Transomplatte ist sanierungsbedürftig. Hierfür habe ich wiedereinmal im Auktionshaus eingekauft. Da ich stolzer Besitzer eines Kompressors bin, dachte ich an den Kauf eines Sandstrahlgerätes. Aber um die Transomplatte mit Sand zu bestrahlen muss nun mal jedes Anbauteil ab.
(Wer schon einmal die Trimmzylinder ausgebaut hat weiß wovon ich jetzt schreibe.) 

Zunächst einmal müssen die wiederspenstigen Hydraulikschläuche ab. Das ist ganz einfach, hierzu muss nur ein Maulschlüssel für Bremsschläuche her und viel rohe Gewalt. Und schwups...-... sind die Schrauben rund! Dafür aber noch schön fest.... toll.

Alle Versuche scheiterten, also musste ich leider einen Edelstahl-Hydraulikschlauch zerstören.
Ach hätte ich doch vorher geschaut was ein Solcher in "neu" kosten würde. Ich bin mir heute sicher daß sich sowohl in der Lichtmaschine (siehe Demontage des Motors) als auch in dem kurzen Edelstahlschläuchlein reines Gold befinden würde. Ansonsten hätte der Hersteller bei der Preisgestaltung dieser hochwertigsten Ersatzteile seinen Preis sicher nicht in dieser Größenordnung festgelegt.

Der Ausbau der Trimmzylinder war schon heftig. Die Zylinder sind an der Rückseite der Transomplatte mittels einem Querbolzen befestigt. Nach Reparaturanleitung soll man den Bolzen mit einer Fettpresse ausdrücken. Ja klar, Annegret!  Also erhitzen und mittels Eisspray den Bolzen schockartig abkühlen, dann heftig pressen. Das ganze etwa 10 bis gefühlte 100 Mal wiederholen und dann....-.... aufgeben.

Aber es gab noch einen weiteren Trick. In der Achsmitte des Bolzens befindet sich ein Gwindeloch (M6). Man nehme also einen Stehbolzen und eine Mutter und einige Unterlegscheiben. Wenn die Amerikaner jetzt noch Platz zum drehen der Mutter auf dem Stehbolzen Platz gelassen hätten.. na ja, die müssen ja auch nie mehr dran.(Das Boot ist ja hier in Deutschland, also weit weg vom Kontinent der "fast food" begeisterten. 
Aber gut, der Erfolg war sehr erquickend als die Bolzen sich nun lösen ließen. Gut ein komplettes heraus ziehen war zwar nicht möglich weil es auch hier die Kollegen des Abendlandes mit der Passgenauigkeit nicht so genau genommen hatten.

...wurscht-, die Dinger waren endlich so weit raus, dass die Trimmzylinder nun ganz leicht entnommen werden konnten.

Nach dem Sandstrahlen durfte ich mein Airbrush- Gerät wieder einmal zum Einsatz bringen. Wow, das macht spass, wenn der Lack endlich drauf ist.
Das Ergebnis vollkommen zufriedenstellend, für mich zumindest.

Den Z-Antrieb selbst habe ich lieber lackieren lassen. (Äh 2x, da ja das erste mal die falsche Farbe drauf war Volvo Altweiß.... grrrr, warum nicht gleich Lila Kuhflecken) Na ja man hatte sich eben nur auf die Originalfarbe von Volvo geeinigt. Und die ist Heute silber und vor rund 100 Jahren eben Altweiß. Hätte ich sagen sollen die Farbe von Volvo HEUTE?  Egal, einen "grünen" extra bezahlt  und jetzt finde ich, er ist perfekt geworden. Ja, und angebaut sieht der Antrieb tatsächlich aus wie neu. Später habe ich dann noch das Antifouling (schwarz) neu gemacht und dann sah es richtig gut aus.

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